Die Entstehung des Museums

Mit diesem dekorativen, von dem Hamburger Holzbildhauer Ernst Küster angefertigten und zunächst am Alsterwanderweg aufgestellten Hinweisschild warb das Museum in den ersten Jahren um Besucher. Heute ist es Teil der historischen Sammlung.

Die Anfänge einer musealen Sammlung zur Geschichte des Alstertals reichen bis in die Anfangszeit des Vereins zurück.
In dem Gründungslokal "Zur Alsterschlucht" wurden die ersten Exponate (z.B. Steinbeile, Tranlampen, Zinnkannen) in einem Schrank aufbewahrt. Schon früh stellte sich die Frage nach einer angemessenen Präsentation, denn die Sammlung wuchs schnell an. Auch ein zur Verfügung gestellter Raum im Gasthof erwies sich bald als zu klein.

Vereinsgründer Ludwig Frahm hätte sein „Museum des Alstertales“ am liebsten in einem alten niederdeutschen Bauernhaus untergebracht gesehen – vorzugsweise an seinem Wirkungsort Poppenbüttel. Doch dieser Wunsch war ebenso wenig zu realisieren wie die Nutzung eines alten Schleusenhauses oder gar die des Wohldorfer Herrenhauses als Heimatmuseum.

Schließlich bot sich ein passendes Gebäude an. Im Zuge des Groß-Hamburg-Gesetzes von 1937 wurde auch das holsteinische  Dorf Wellingsbüttel an die Freie und Hansestadt abgetreten, und 1938 erwarb der Hamburger Staat das ehemalige Gut aus Privatbesitz. Die Behörden begannen mit Planungen, den Gutspark in einen „Volkspark“ umzuwandeln. Der Alsterverein war daran beteiligt, und Walter Frahm, Sohn des Vereinsgründers, forderte: „In eine solche Umgebung, wie sie das Gutshaus, das Torhaus und der Gutspark der Allgemeinheit bieten, gehört das Alstertalmuseum.“ Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges setzte dem Vorhaben zunächst ein Ende.

Jahre später wurde der Gedanke wieder aufgenommen, und nach der teilweisen Restaurierung des Torhauses konnte das Museum im Herbst 1957 eröffnet werden. Ausgestellt wurden vor allem Objekte aus der Vor- und Frühgeschichte des Alstertals, dazu kamen volkskundliche Exponate und bäuerliche Gerätschaften aus der Region. Nach dem Abschluss der Restaurierung des gesamten Gebäudes zog das Museum 1970 in den rechten Flügel um. Die dort zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten waren wesentlich besser für Museumszwecke geeignet.