Die Geschichte des Alstervereins

Im Gasthof „zur Alsterschlucht“ wurde im Jahr 1900 der Alsterverein gegründet. Drei Jahre vorher wurde das Haus am alten Treudelberg, unmittelbar hinter Poppenbüttel, errichtet. Zu dem idyllisch gelegenen Anwesen mit großem Restaurant, Tanzsalon und Doppelkegelbahn gehörte auch ein Park mit Aussichtspavillon und Bootsanlegestelle. Bis in die 1930er Jahre war es eines der beliebtesten Ausflugs- lokale im Alstertal. Nach Besitzerwechsel und verschiedenen Nutzungen wurde das Gebäude 1951 abgerissen.

Der Alsterverein wurde am 18. Februar 1900
auf Initiative des Lehrers und Heimatforschers Ludwig Frahm in Poppenbüttel gegründet – im Landkreis Stormarn in der damals preußischen Provinz Schleswig-Holstein.

Zu den Gründungsmitgliedern gehörte neben Poppenbütteler Honoratioren der Hamburger Maler Arthur Illies, der um 1900 die Landschaft des Alstertals für die Kunst entdeckte. Von ihm stammt auch das Vereinssignet, das eine symbolische Alsterdarstellung zeigt. Das Jugendstilornament ist auch als Titelbild auf dem seit 1901 erscheinenden Jahrbuch des Alstervereins wiedergegeben.

Ziel des Vereins ist die Förderung der Heimatkunde und des Naturschutzes im Alstertal. Die Schaffung des Alsterwanderweges wurde maßgeblich vom Verein angeregt.

Seit 1957 unterhält der Verein im Torhaus des ehemaligen Gutes Wellingsbüttel das Alstertal-Museum mit Exponaten zur Alster-Schifffahrt zwischen Hamburg und Holstein sowie zur regionalen Geschichte.
Der Alsterverein ist Träger des Wandsbeker Kulturpreises 2000 und des Alstertaler Kulturpreises 2007.